Spenden zu Weihnachten: Hilfe für obdachlose Menschen

Auch in diesem verzichtet die Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland wieder darauf, Grußkarten zum Weihnachtsfest zu versenden. Der Betrag, den Karten und Porto gekostet hätten, wird an Vereine gespendet, die sich für obdachlose und von Obdachlosigkeit betroffene Menschen engagieren, sowie an AmpuKids, die sich für amputations-betroffene Kinder einsetzen.

Institutionen zu unterstützen, die sich für andere einsetzen und dabei nicht so im Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung stehen, sei Bezirksapostel Rüdiger Krause ein besonderes Anliegen. So erfolgt jährlich eine Auswahl möglicher Spendenempfänger, die zu Weihnachten eine finanzielle Zuwendung erhalten. Die Wahl der Institutionen wurde in diesem Jahr inspiriert vom Pop-Oratorium #HIMMELREICH, das im April 2024 uraufgeführt wird. Im Folgenden werden die ausgewählten Einrichtungen vorgestellt.

Unterkünfte für obdachlose Menschen

Der Verein Herberge zur Heimat e.V. in Spandau bietet im Nordwesten Berlins bereits seit 1876 Unterkünfte für hilfsbedürftige Menschen. Wohnungslose und seelisch Behinderte Menschen finden im Café Hazetha eine Anlaufstelle und im vollstationären Wohnen, einer der betreuten Wohngruppen sowie im Übergangswohnheim eine Unterkunft.

Auch die Obdachlosenhilfe Rostock hat sich der menschenwürdigen Unterbringung verschrieben. Unterschiedliche Schwerpunkte, wie die Oldiehäuser für Bewohner ab 55 Jahren oder die „Kleine Freiheit“ für alkoholkranke, pflegebedürftige Menschen, schaffen ein passende Angebote für besondere Bedürfnisse.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont bietet der Verein Senior Schläger Haus, benannt nach dem lokal bekannten Seelsorger Dr. Franz Georg Ferdinand Schläger (genannt „Senior“) Tagestreff, Beratungsstelle und Übernachtungsstelle für wohnungs- und obdachlose Menschen unter einem Dach.

Engagement in zahlreichen Projekten

Gesellschaftliche Probleme anzupacken, um die Welt ein bisschen besser zu machen, ist das Anliegen des Leipziger Vereins TiMMi ToHelp. Mit derzeit drei Projekten und drei Aktionen werden Menschen unterstützt, die von Wohnungslosigkeit und Armut betroffen sind. Das Projekt Care Bags verteilt Bedarfsprodukte, das HomePlanet Hostel bietet in der Winterzeit einen warmen, sicheren Rückzugsort und der Umgekehrte Adventskalender lädt alle dazu ein, jeden Tag eine Kleinigkeit zu sammeln, die an Bedürftige gespendet wird.

In Dresden haben sich engagierte Einwohner im Verein Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen e.V., kurz DBHDOB, zusammengefunden. Alle sechs Wochen laden sie wohnungslose und bedürftige Menschen zum Friseurtag. Während der kalten Jahreszeit bringt der Kältebus warme Getränke und Essen. Außerdem findet einmal im Jahr ein Weihnachtsessen für Betroffene statt.

Hilfe ohne Wenn und Aber, ganz unbürokratisch ist das Ziel der Obdachlosenhilfe Wilhelmshaven. Die privatorganisierte Bürgerinitiative verteilt seit viele Jahren Lebensmittel an Bedürftige. An vier Standorten können Menschen, dir an oder unterhalb der Armutsgrenze leben, benötigte Waren in Empfang nehmen.

Unterstützung für junge Menschen

Bereits seit 1992 unterstützt Streetwork GERA e.V. Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen. Neben klassischer Sozialarbeit in der Kontakt- und Beratungsstelle, Schulen sowie aufsuchend in den Straßen der Stadt, bieten die Nähstube und die Keramikwerkstatt Raum für Kreativität. Das Logistikteam unterstützt beim Ein-, Aus- und Umzug und verschiedene Freizeitangebote laden zu gemeinsamen Aktivitäten und Festen.

Wenn bei einem Kind eine Amputation notwendig wird, stellt das Eltern vor besondere Herausforderungen. Das Projekt AmpuKids des Vereins Ampu Vita e.V. unterstützt betroffene Familien durch medizinische, physiotherapeutisch, orthopädietechnische Aufklärung. Die Beratung bietet Raum für offene, ehrliche Gespräche und vermittelt Kontakte zu anderen Betroffenen.